Die Fortschritte der Digitalisierung durchdringen längst die feinsten Fasern unseres Alltags, während der sprichwörtliche Griff zum Smartphone fast reflexhaft erfolgt. Doch wie steht es um die ökologische Bilanz dieser omnipräsenten Begleiter? Im Schatten blitzschneller Gigabit-Netze und immer neuer Tarifmodelle erwacht ein neues Bewusstsein: die Frage nach der Nachhaltigkeit im Mobilfunk.
Jenseits der reinen Geräteproduktion – zweifellos ein ökologischer Brennpunkt – rückt zunehmend auch der Betrieb der Netzinfrastruktur in den Fokus. Datenzentren, Sendemasten, selbst SIM-Karten fordern beträchtliche Ressourcen und Energie. Einige Anbieter bekunden ihr grünes Engagement mit Ökostromverträgen, fördern Reparaturinitiativen oder gestalten entmaterialisierte, elektronische SIM-Karten. Doch wie belastbar sind diese Versprechen? Treffen wir tatsächlich auf Anbieter, die Nachhaltigkeit nicht nur als Marketingvokabel gebrauchen, sondern messbar umsetzen?
Gerade Prepaid- und Discountermarken stehen in der Kritik, Nachhaltigkeitsaspekte zu marginalisieren, während größere Provider mit eigenen Ökostromzertifikaten oder „grünen“ Mobilfunktarifen auftrumpfen. Aber wie unterscheiden sich diese Ansätze tatsächlich? Sind die umweltfreundlichen Versprechen von Telekom, O2, Vodafone oder den Drillisch-Marken im Alltag spürbar, oder bleibt dies eine Marginalie bei der Tarifauswahl?
Mich interessiert eure Einschätzung: Wie viel Gewicht gebt ihr der Nachhaltigkeit bei Mobilfunktarifen, und welche Erfahrungen habt ihr mit umweltbewussten Anbietern gemacht?